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Hortense Reintjens-Anwari
Dr. phil. Dipl. theol., geb. in Maastricht. Studium der Geschichte und Kulturanthropologie (Fokus: Vorderer und Mittlerer Orient) und Theologie (Fokus: Philosophische Anthropologie). Langjährige Lehrtätigkeit an der Universität zu Köln. Zur Zeit Forschung und Seminare auf dem Gebiet der interkulturellen Philosophie und Spiritualität.
Poesie ist den arabischen Kamelnomaden, den Beduinen, Ausdruck ihrer Lebenserfahrung, mündliches Archiv ihrer jahrtausendealten Geschichte. Ihre Dichtung verstehen sie nicht als "Kunst". Sie ist gelebte Wirklichkeit, in der alle Gefühle, vorausgesetzt in schönster Wortwahl und verfeinerter Symbolsprache, ausgedrückt werden können. Frauen und Männer, jede und jeder dichtet bis heute.
Schmerz, mein Schmerz!
Ein Schmerz, wie der eines jungen, durstigen Kamels,
das sich um den Mund des Brunnens dreht.
Das Wasser aber ist tief unten
Und es gibt niemanden, es hochzuholen.
In den beiden Workshops werden wir, nach einer Einführung in diese Nomadenwelt, Gedichte verschiedener Stämme und Zeiten lesen und besprechen.
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