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Ducks & Decorated Sheds oder Architektur als Verführung

Elisabeth Blum

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Dr. Elisabeth Blum dipl. Arch. ETH
Architektin, Autorin, Dozentin HGK Zürich. 1991-1996 Gastdozentin, Assistenzprofessorin ETH Zürich. 1996 Visiting Critic Syracuse University, NY. 2001, 2002 Gast an der ENBA Lyon. Seit 1998 in der Stadtbaukommission Luzern. Seit 1985 Mitglied der Künstlergruppe hasena. Beirätin Buchreihe „Bauwelt Fundamente“. Kunstausstellungen- und interventionen, Co-Autorin Filmbeiträge (3sat Kulturzeit). Bücher: Le Corbusiers Wege.1988; (Hg.) Wem gehört die Stadt? 1996; Ein Haus, ein Aufruhr, 1997; (Co-Hg.) Boulevard Ecke Dschungel, 2002; Schöne neue Stadt, 2003; FavelaMetropolis, 2004. Zahlreiche Zeitschriftenbeiträge und Publikationen von Fotos.

„Ducks & decorated sheds“ waren für Robert Venturi und Denise Scott Brown („Learning from Las Vegas“) die auffälligsten Kategorien architektonischer Kommunikation. „Enten“ erkenne man an ihrer skulpturalen Form, die mit heroischer Geste auf ihre Einzigartigkeit als architektonisches Werk verweise, „dekorierte Schuppen“ an teils riesigen grafischen Zeichen oder geschwätzigen Fassaden vor nichtssagenden Kisten. Architektur als Zeichen/Symbol vs. Zeichen/Symbol als Architektur.

Die Kathedrale von Chartres wäre demnach eine „Ente“, auch Rem Koolhaas’ Casa de música in Porto, der Palazzo Farnese in Piacenza oder das Hamburger Elbphilharmonieprojekt von Herzog + de Meuron „dekorierte Schuppen“.

Neben „Enten“ und „dekorierten Schuppen“ gibt es anderes, das unsere Neugier, unser Wissen, unsere Decodierungslust entfacht. In jedem Architektur- oder Städtebauwettbewerb konkurrieren unterschiedliche Auffassungen zur De- und Recodierung von Ortsqualitäten. Mithin entfacht jeder gestalterische Eingriff einen Widerstreit von Lesarten. Vom städtischen Grundstück bis zum mythologischen Stadtplan, von der Konstruktion des Paradiesgartens bis zu Le Corbusiers „Poème de L’angle droit“ verführen, dirigieren und regieren SIGNS SYMBOLS and CODES unser Vorstellungsvermögen über den Bau und die Konstruktion räumlicher Wirklichkeit.

In neun kurzen Szenen beobachten wir das jeweils spezifische Zusammenspiel von Orten, dazugehörenden Formen symbolischen Kapitals, von Zeichen und der De- und Recodierungstätigkeit jeder gestalterischen Intervention.

 

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© 2013 ETH Zurich | Imprint | Disclaimer | 21 March 2006
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