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Astrid Deuber-Mankowsky
Astrid Deuber-Mankowsky is currently Professor of Media Studies at the Ruhr-University Bochum. She has published extensively on topics in feminist theory, representation and mediality, media theory and philosophy as well as religion and modernism. Her book Der frühe Walter Benjamin und Hermann Cohen. Jüdische Werte, Kritische Philosophie, vergängliche Erfahrung [Verlag Vorwerk 8: Berlin. 2000] was awarded the Humboldt University prize for best dissertation. English translations of her writings include Lara Croft: Cyber Heroine University of Minnesota Press: Minneapolis London, 2005. Translated by Dominic Bonfiglio. Foreword by Sue-Ellen Case, “The Unbridgeable Distance of the Self: Sarah Kofman’s Revision of Philosophy” [Traumatizing Theory. The Cultural Politics of Affect In and Beyond Psychoanalysis. Ed. by Karyn Ball. Other Press: New York, 2007: 201-231. Translated by Dominique Bonfiglio and Ole Gram], “Hanging over the Abyss: On the Relation between Knowledge and Experience in Hermann Cohen and Walter Benjamin” [Hermann Cohen's Critical Idealism. Ed. by. Reinier Munk. Springer, Dordrecht: The Netherlands, 2005: 161-192], “Walter Benjamin’s ‘Theological-Political Fragment’ as a Response to Ernst Bloch’s ‘Spirit of Utopia’“ [Leo Baeck Institute Year Book XLVII 2002: 3-19. Translated by Joel Golb] and “Woman. The Most Precious Loot in the “Triumph of Allegory”: Gender Relations in Walter Benjamins Passagen-Werk” [Continental Philosophy in Feminist Perspective: Feminist Critique in German, ed. by Herta Nagl-Docekal and Cornelia Klinger. The Penn State University Press: State College, PA, 2000: 281-303. Tanslated by Dana Hollander].
Her recent book is entitled Praktiken der Ilusion. Kant, Nietzsche, Cohen, Benjamin bis Donna J. Haraway and was published 2007 [Verlag Vorwerk 8: Berlin].
In addition to her university position, Ms. Deuber-Mankowsky is co-founder and editor of: Die Philosophin, a German language journal devoted to feminist theory and philosophy.
„Bingo!“ sagt Tom Edison ( Paul Bettany) in Lars von Triers Film „Dogville“, bevor er von Grace (Nicole Kidman) nach ihrem Martyrium in der kleinen Stadt Dogville erschossen wird. Toms „Bingo“ bezieht sich auf die „klare Illustration“, die Grace, so Tom, mit der Verwandlung der kleinen Stadt in ein Inferno und der Vernichtung aller ihrer Bewohner gegeben hat. Ob er diese „klare Illustration“ als Inspiration für sein Schreiben benutzen darf, fragt er noch, bevor Grace schießt. Für Grace ist die Vernichtung der Stadt und ihrer Bewohner keine Illustration, sondern eine Notwendigkeit, um ihren Glauben an die Welt wieder herstellen zu können. Den Glauben an die Welt wiederherzustellen ist nach Gilles Deleuze die notwendige Aufgabe des modernen Kinos. Das wesentliche Merkmal der modernen Zeit bestehe, so Deleuze darin, dass das Band zwischen dem Menschen und der Welt zerrissen sei. Von daher sei es notwendig, dass das Kino nicht die Welt, sondern den Glauben an diese Welt filme, wenn es, wie er in Klammern hinzufügt, kein schlechtes Kino sei. Für Deleuze ist die Herstellung des Glaubens an die Welt verbunden mit der Evozierung eines Denkens des Undenkbaren. Mit dem Kino zu denken heißt, den geistigen Automaten zu denken, den die automatische Bewegung des Kinos in uns entstehen lässt. In meinem Vortrag werde ich – mit Deleuze – der Frage nachgehen, wie der geistige Automat in „Dogville“ beschaffen ist. Bezieht sich die mathematische Strenge des Kinos von Lars von Trier auf das Bild oder auf das Denken im Bild? Wird die Frage: Zufall oder Gnade theorematisch oder problematisch deduziert? Gelingt es Lars von Trier, in „Dogville“ – mit Deleuze gefragt– den Glauben an diese Welt zu filmen?
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