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Iso Camartin
Iso Camartin (1944), Essayist und Autor, war von 1985-1997 ordentlicher Professor für rätoromanische Literatur und Kultur an der ETH und an der Universität Zürich. Er lehrte und forschte über sprachlich-kulturelle Minderheiten und über die Kulturgeschichte des Alpenraums. Als Literaturkritiker war er in verschiedenen Jurys tätig, unter anderem beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt. 1996-1998 moderierte er die „Sternstunde Kunst“ beim Schweizer Fernsehen DRS. 2000-2003 war er Leiter der Kulturabteilung des Schweizer Fernsehens DRS. Ab 2004 verantwortlich für die „Opernwerkstatt“ am Opernhaus Zürich. Lebt als freier Autor und Publizist in Zürich und in New York.
Zahlreiche Publikationen, darunter:
Von Sils Maria aus betrachtet – Ausblicke vom Dach Europas, Suhrkamp 1991
Die Bibliothek von Pila, Suhrkamp 1994 (Suhrkamp tb 1997)
Der Teufel auf der Säule, 52 Flash-Geschichten, Suhrkamp 1998
Graziendienst, Suhrkamp, 1999
Hinauslehnen, Geschichten, Glossen, Essays, Suhrkamp 2000
Jeder braucht seinen Süden, Suhrkamp 2003
Belvedere – Das schöne Fernsehen, Suhrkamp 2005
Bin ich Europäer? Eine Tauglichkeitsprüfung. C.H.Beck, 2006
Glückssucher waren die Menschen immer schon. Doch nicht überall mit gleichem Erfolg. Die Alten zumal, die das Leben als das höchste Gut anschauten, vertraten die Meinung, dass ohne Aussicht auf Glück das Leben nicht lebenswert sei. So entstanden schon bei den Griechen richtige „Glückslehren“, mit denen man sich im Leben einzurichten suchte. Philosophen strebten zwar oft nach höherem als nach persönlichem Glück, zum Beispiel nach Wahrheit und Gerechtigkeit. Doch für die grosse Menge war stets das Glück der Lohn des richtigen Lebens. In antiker Lebensweise hatte das Leben nur dann einen Sinn, wenn die Erreichung eines Glückszustandes zu Lebzeiten möglich und wahrscheinlich war. Eine auch noch für uns gültige Erwartung?
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