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Ingrid Riedel

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Ist Honorar-Professorin an der Johann-Wolfgang-Goethe- Universität in Frankfurt im Fach Religionspsychologie und Lehranalytikerin an den C. G. Jung Instituten Zürich und Stuttgart. Sie studierte Theologie, Literatur und Kommunikationswissenschaft und wurde am C. G. Jung Institut in Zürich zur Analytikerin ausgebildet.

Ingrid Riedel

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Ist Honorar-Professorin an der Johann-Wolfgang-Goethe- Universität in Frankfurt im Fach Religionspsychologie und Lehranalytikerin an den C. G. Jung Instituten Zürich und Stuttgart. Sie studierte Theologie, Literatur und Kommunikationswissenschaft und wurde am C. G. Jung Institut in Zürich zur Analytikerin ausgebildet.

Die Brückenfunktion der Symbole bei der Bewältigung psychischer und psychosozialer Krisen


Vortrag

Das Thema der Cortona-Woche ist selbst ein symbolisches Bild, von "Brücken über aufgewühltem Wasser," das mannigfache Assoziationen und übertragene Bedeutungen  auf sich zieht.

Dadurch gewinnt es einen "Bedeutungsüberschuss" über ein blosses Landschaftsbild hinaus. Es könnte auch ein Traum- Bild sein, wie man es nicht selten in existentiellen Lagen träumt, in Zeiten, in denen es in uns  und um uns herum "stürmt".

Wenn wir vom Symbol einer Brücke oder auch eines Regenbogens träumen, finden wir tatsächlich einen Weg, eine erhöhte Ebene oberhalb des zugrundliegenden Konflikts, in dem die Wogen gegensätzlicher Gedanken, Gefühle und Positionen "überbrückt "werden können.

Tatsächlich stellt sich bei dem Traumbild "Brücke" zugleich ein zuversichtlicheres Gefühl ein, dass der stürmische Fluss  überwunden , dass die beiden Ufer wieder miteinander verbunden werden könnten, im Sinne eines: " Yes, we can".

CG Jung nannte die symbolbildende Funktion der menschlichen Psyche, mit der sie emotionale, aber auch rationale Gegensätze und Gegensatzspannung zu überbrücken vermag, eine " transzendente" Funktion, also eine grenzüberschreitende.

Die vitale Funktion solcher Symbolbildung, die beim Träumen, Phantasieren, Imaginieren und Gestalten geschieht, werde ich an Beispielen aus der Therapie schwerer Störungen aufzeigen, aber auch an Problemlösungen aus dem sozialen und selbst aus dem  wissenschaftlichen Bereich.

Auch das Symbol des Benzolrings verdanken wir letztlich der Wirksamkeit der "transzendenten Funktion".: Es erschien zuerst in einem Traum.

Literatur: Aus dem weiten Feld meiner Veröffentlichungen über Symbolik nenne ich zu unserem Thema:

FARBEN in Religion, Gesellschaft, Kunst und Psychotherapie, Stuttgart, 1983/ 2002 ,Kreuz- Verlag

DIE WELT VON INNEN SEHEN: Düsseldorf 2007, Patmos-Verlag

TRÄUME WEISEN DEN WEG: Stuttgart 2009, Kreuz- Verlag

 

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© 2013 ETH Zurich | Imprint | Disclaimer | 20 May 2009
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