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Ulrike Hamann
ist Fachärztin für Anästhesie und Intensivmedizin mit Spezialisierungen
in Schmerztherapie und Palliativmedizin und arbeitet inzwischen
hauptsächlich schmerztherapeutisch. Ihr durch Studium und Ausbildung
vorwiegend naturwissenschaftlich geprägter Blick auf die Medizin hat
sich gewandelt - ist umfassender, im wahren Sinne des Wortes
„ganzheitlich“ geworden durch die tägliche Konfrontation mit Menschen in
der Lebensendphase oder Menschen, die unter chronischen Schmerzen
leiden. Diesen komplexen Problematiken, so ihre Überzeugung, ist nur mit
einem umfassenden bio-psycho-sozialen Krankheitsverständnis entgegen zu
treten. Dies vertritt sie regelmäßig im Rahmen von Vorträgen und
Fortbildungen vor Fachkollegen, sowie vor fachfremden Berufs- oder
Interessensgruppen.
Manchmal vielleicht komplexer als gewollt ist
die Verbindung zwischen beruflichen und familiären Zielen, Frau Hamann,
die als Oberärztin in einer großen Spezialklinik im Süden Deutschlands
die dortige Schmerztherapie leitet, lebt mit Mann und ihren beiden
Kindern in der Nähe des Chiemsees.
Dr. Amrei Wittwer, geboren 1980 in Bludenz, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Collegium Helveticum.
Der Schwerpunkt ihrer Forschung ist das Entscheidungsverhalten unter dem Einfluss von Risiko und bei Schmerz.
Studium der Pharmazie an der ETH Zürich und der Universität Graz. Dissertation am Collegium Helveticum über den Effekt von Selbstbildern auf Schmerz und Risikoverhalten. Mit Elvan Kut und Nils Schaffner erhielt sie 2007 den «Förderpreis für Schmerzforschung» (DGSS). Mitherausgeberin und Autorin von wissenschaftlichen Beiträgen sowie von Prosa und Lyrik, zuletzt in Pfeile & Bogen beim Libelle Verlag.
wurde 1991 als Professor für Pharmazeutische Chemie an die ETH Zürich berufen. Zuvor promovierte er an der Universität Bonn (D) und arbeitete nach verschiedenen Auslandsaufenthalten am Pharmazeutischen Institut der Universität Tübingen (D), wo er 1990 über "drug design" habilitierte. Er ist Mitglied des nationalen Forschungsrates der Schweiz, Leiter des Zentrums für Pharmazeutische Wissenschaften Basel-Zürich und Geschäftsleitungsmitglied verschiedener Start-Up-Unternehmen. Er hat ein Spin-off-Unternehmen für eine virtuelle Lern-Plattform im Bereich Biomedizin gegründet und ist Autor und Herausgeber von zahlreichen Artikeln und Büchern zur Arzneimittelforschung und -entwicklung.
Workshop in three sessions.
The three authors will be present in each session and are ready for discussion of the topic(s). Short input lectures and comments will start-off each session.
Language will be German.
„Den“ Schmerz gibt es nicht, vielmehr ist Schmerz immer das subjektive Erleben des Betroffenen, Schmerz hat viele Gesichter und Ausdrucksformen. So kann Schmerz die rettende Warnung sein, die auf die Bedrohung der körperlichen Integrität hinweist, Schmerz kann zur Qual werden im Rahmen einer das Leben begrenzenden Grunderkrankung, oder auch ohne jegliches organisches Korrelat Ausdrucksform eines dahinter stehenden psychischen Spannungsfeldes sein. Im Rahmen einer kompakten, mit Fallbeispielen bereicherten, Erläuterung zur Physiologie, soll der Facettenreichtum des Schmerzes und der therapeutischen Vorgehensweisen, die ebenfalls immer fachübergreifend und interdisziplinär sein müssen, zur Diskussion gebracht werden.
Der Schmerz als Haustier, ein Hund in Nietzsche's "Fröhlicher Wissenschaft" und als Bringer der Weisheit, als Hölderlins Umnachtung. Der Bewältigungsstrategien gibt es viele. Schmerz ist ein treuer Begleiter menschlicher Existenz und deshalb im Kulturschaffen zentral. Haben wir mit modernen Therapien verlernt mit dem Schmerz umzugehen oder erscheint er stetig neu, in anderem Gewand?
Welches Verhältnis haben Glück und Schmerz zueinander? Schmerz und Glück sind Empfindungen, die in ihrer Valenz meist entgegengesetzt sind. Wir streben den Zustand des Glücks an, während wir Schmerz vermeiden wollen. Glückliche Zustände scheinen mit der Abwesenheit von Schmerz zusammen zu hängen. Aber schliessen sich Schmerz und Glück immer aus? Diese Beziehung wird im Seminar diskutiert.
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